Unterrichtsmodul für die Sekundarstufe II: »Der Reformator und die Juden. Rezeption und interreligiöse Wahrnehmung Martin Luthers«

Unterrichtsmodul für die Sekundarstufe II: »Der Reformator und die Juden. Rezeption und interreligiöse Wahrnehmung Martin Luthers«

Martin Luthers Schriften zum Thema „Umgang mit den Juden“ reichen von für seine Zeit sehr fortschrittlichen Gedanken eines Zusammenlebens von Juden und Christen aus der Frühzeit der Reformation bis hin zu seinen Hass- und Schmähschriften, die eine möglichst flächendeckende Vertreibung der Juden fordern, aus seinen letzten Lebensjahren. Das Unterrichtsmodul will anregen, sich mit dem widersprüchlichen

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»Martin Luther und die Juden«: Schülermaterialien sind für die Sekundarstufe II

»Martin Luther und die Juden«: Schülermaterialien sind für die Sekundarstufe II

Aus der Einleitung Der mehr religiös konnotierte Antijudaismus und der rassistisch motivierte Antisemitismus sind seit 150 Jahren in Europa und leider nicht nur hier zuhause. Und auch wenn die Erfahrung des Holocaust für viele Jahrzehnte hinweg dazu führte, dass angesichts der Größe des damit verbundenen Schreckens die Stimmen leiser wurden, verstummt sind sie leider nie.

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»Unheilsspuren«: Zur politischen Dimension des theologischen Denkens Luthers im Kontext des modernen Antisemitismus

»Unheilsspuren«: Zur politischen Dimension des theologischen Denkens Luthers im Kontext des modernen Antisemitismus

1 Die Auseinandersetzung mit der verhängnisvollen Wirkungsgeschichte christlicher Judenfeindschaft und ihrem Zusammenspiel mit dem modernen Antisemitismus gehört zu den Grundelementen christlich-theologischer Selbstreflexion nach 1945.1 Die Erkenntnis der ungeheuren Dimension der Mitverantwortung des Christentums und der christlichen Kirchen für die Verbrechen der Shoah ist in den vergangenen Jahrzehnten zu einem entscheidenden Aspekt theologischer Neuorientierung und zu

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Martin Luther – Judenfreund oder Antisemit?

Martin Luther – Judenfreund oder Antisemit?

1. Von der Freiheit eines Christenmenschen Martin Luther hat sich den evangelischen Christen als ein Vorkämpfer der Freiheit eingeprägt. Die Schrift »Von der Freiheit eines Christenmenschen« (veröffentlicht Ende Oktober / Anfang November 1520) beginnt mit einer konfliktträchtigen Doppelthese: »Ein Christenmensch ist ein freier Herr aller Ding und niemandem untertan.« Und: »Ein Christenmensch ist ein dienstbarer

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Rechtfertigung aus Gnaden – gnadenlos antijüdisch?

und

„Zentrum Juden und Christen“ beim DEKT in Stuttgart am 4. Juni 2015   1. (Wengst:) Das Thema unserer Veranstaltung ist als Frage formuliert. Es ist keine rhetorische Frage, auch keine Frage, auf die eine schnelle Antwort möglich wäre. Es wird differenziert auf sie einzugehen sein. Eine erste Antwort, die vielleicht manchen hart ankommt, die aber

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Martin Luther und die Juden – eine politologische Betrachtung

1. Einleitung Die Antwort auf die Frage nach der Stellung Luthers zu Juden und Judentum wird sich letztlich daran bemessen, für wie angemessen man die Einlassung des später in Nürnberg zum Tode verurteilten Herausgebers des „Stürmers“, Julius Streichers vor dem internationalen Militärgerichtshof auf die ihm vorgehaltenen antisemitischen Verbrechen hält. Damals sagte Streicher: „Dr. Martin Luther Weiterlesen
Reformatorische Impulse aus der Hebräischen Bibel

Reformatorische Impulse aus der Hebräischen Bibel

Klaus Wengst zum 70. Geburtstag1   „Reformationsjubiläum und christlich-jüdischer Dialog“ – das Thema dieser Tagung ist in der Tat dran.2 Ich möchte das Nachdenken darüber mit der Frage beginnen: Was ist das eigentlich: ein „Jubiläum“? Und wie sollte man es begehen? Heute versteht man darunter eine Erinnerungsfeier, man begeht feierlich die runde Wiederkehr eines wichtigen

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