Gegen Antisemitismus: Praktische Solidarität statt abstrakte Vorwürfe

Gegen Antisemitismus: Praktische Solidarität statt abstrakte Vorwürfe

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Das politische Klima in Deutschland ist eine Herausforderung für das christlich-jüdische Gespräch. Die Theologin Milena Hasselmann und die Historikerin Maria Coors fordern, dass Kirche und Gesellschaft darauf reagieren sollten, wenn jüdische Menschen stärkeren Schutz einfordern. Ein Gastkommentar.   Ein Beitrag des Pfarrers Rainer Stuhlmann in der Arbeitshilfe der Evangelischen Kirche im Rheinland zum 70. Jubiläum

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Dialog auf Augenhöhe

Dialog auf Augenhöhe

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1961 gründete sich die AG Juden und Christen beim Deutschen Evangelischen Kirchentag. Über Entwicklungen und Herausforderungen für den christlich-jüdischen Dialog sprechen der ehemalige jüdische Vorsitzende der AG, Micha Brumlik, und Pfarrerin Aline Seel, Mitglied im Vorstand.

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Der jüdisch-christliche Dialog veränderte die Theologie. Ein Paradigmenwechsel aus ExpertInnensicht

Der jüdisch-christliche Dialog veränderte die Theologie. Ein Paradigmenwechsel aus ExpertInnensicht

Veränderte der „jüdisch-christliche“ Dialog die Theologie? Die in diesem Band versammelten Beiträge belegen eindeutig einen theologischen Paradigmenwechsel in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg. Evangelische, katholische und jüdische Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen theologischen Fachrichtungen wie der alt- und neutestamentlichen Bibelwissenschaft, der Liturgiewissenschaft, der feministischen und systematischen Theologie sowie der Judaistik zeichnen den Wandel von

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Kann ich in Deutschland ev. Theologie studieren ohne mich mit dem Judentum zu beschäftigen?

Kann ich in Deutschland ev. Theologie studieren ohne mich mit dem Judentum zu beschäftigen?

Leider kann man in Deutschland (fast überall) Ev. Theologie auf Lehramt oder auf Pfarramt studieren ohne sich mit dem Judentum oder Themen des jüdisch-christlichen Dialogs zu beschäftigen. Die AG Juden und Christen und der Lehrstuhl für Religionspädagogik und Bildungsforschung der Universität Göttingen haben gemeinsam ein „Projekt zur Analyse der Curricula des Studiums der Evangelischen Theologie

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Wer bin ich und wenn ja, was noch? Wie jüdisch ist christlich? Wie christlich ist jüdisch?

Wer bin ich und wenn ja, was noch? Wie jüdisch ist christlich? Wie christlich ist jüdisch?

Moderne Menschen, meint der Historiker aus Berkeley Yuri Slezkine in seinem Weltbestseller The Jewish Century, seien urban, flexibel, gebildet und kultiviert geworden. Kurz: Sie seien »jüdisch« geworden. Moderne christliche Menschen sind in Deutschland schuldbewusst (Holocaust und das Schweigen bzw. die Mittäterschaft der Millionen von Christen), sozial, nicht sonderlich spirituell und meistens philosemitisch geworden. Sie sind

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Ist das Christentum kein Einzelkind?

Ist das Christentum kein Einzelkind?

Das Christentum gilt lange Zeit als Tochter des Judentums. In christlichem Denken, in Theologie und auch in Machtpolitik nabelt es sich in der Antike von seiner Mutter ab und entwickelte zum Teil einen Hass auf sie, der bis zur Vernichtung führte. Erst nach der Shoa, dem tragischen Höhepunkt jener Israel-Vergessenheit, besinnen sich christliche Theologie und

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Die Arbeitsgemeinschaft Juden und Christen beim Deutschen Evangelischen Kirchentag

Die Arbeitsgemeinschaft Juden und Christen beim Deutschen Evangelischen Kirchentag

I. Von der Notwendigkeit des Verlernens und des Neulernens 1980 fasste eine wohl begründete Untersuchung die Arbeit der Arbeitsgemeinschaft Juden und Christen beim Deutschen Evangelischen Kirchentag (im Folgenden: AG) in dem Urteil zusammen: Die christliche Theologie und Kirche sind nach Auschwitz in einer so grundlegend veränderten Situation, dass sie ihre Arbeit in allen Bereichen überdenken

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Politische Dimensionen des Theologischen: Christentum und Antisemitismus im 20. Jahrhundert

Politische Dimensionen des Theologischen: Christentum und Antisemitismus im 20. Jahrhundert

1 Die Auseinandersetzung mit der verhängnisvollen Wirkungsgeschichte christlicher Judenfeindschaft, ihrem Zusammenspiel mit dem modernen Antisemitismus und der Rolle von Theologie und Kirche bei der Diskriminierung, Entrechtung, Verfolgung, und Ermordung eines Großteils der europäischen Juden gehört in Deutschland zu den Grundelementen theologischer Selbstreflexion nach 1945. Die Erkenntnis der Dimension der Mitverantwortung für die Verbrechen der Shoah Weiterlesen
»Unheilsspuren«: Zur politischen Dimension des theologischen Denkens Luthers im Kontext des modernen Antisemitismus

»Unheilsspuren«: Zur politischen Dimension des theologischen Denkens Luthers im Kontext des modernen Antisemitismus

1 Die Auseinandersetzung mit der verhängnisvollen Wirkungsgeschichte christlicher Judenfeindschaft und ihrem Zusammenspiel mit dem modernen Antisemitismus gehört zu den Grundelementen christlich-theologischer Selbstreflexion nach 1945.1 Die Erkenntnis der ungeheuren Dimension der Mitverantwortung des Christentums und der christlichen Kirchen für die Verbrechen der Shoah ist in den vergangenen Jahrzehnten zu einem entscheidenden Aspekt theologischer Neuorientierung und zu

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Martin Luther – Judenfreund oder Antisemit?

Martin Luther – Judenfreund oder Antisemit?

1. Von der Freiheit eines Christenmenschen Martin Luther hat sich den evangelischen Christen als ein Vorkämpfer der Freiheit eingeprägt. Die Schrift »Von der Freiheit eines Christenmenschen« (veröffentlicht Ende Oktober / Anfang November 1520) beginnt mit einer konfliktträchtigen Doppelthese: »Ein Christenmensch ist ein freier Herr aller Ding und niemandem untertan.« Und: »Ein Christenmensch ist ein dienstbarer

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Martin Luther und die Juden – eine politologische Betrachtung

1. Einleitung Die Antwort auf die Frage nach der Stellung Luthers zu Juden und Judentum wird sich letztlich daran bemessen, für wie angemessen man die Einlassung des später in Nürnberg zum Tode verurteilten Herausgebers des „Stürmers“, Julius Streichers vor dem internationalen Militärgerichtshof auf die ihm vorgehaltenen antisemitischen Verbrechen hält. Damals sagte Streicher: „Dr. Martin Luther Weiterlesen
Reformatorische Impulse aus der Hebräischen Bibel

Reformatorische Impulse aus der Hebräischen Bibel

Klaus Wengst zum 70. Geburtstag1   „Reformationsjubiläum und christlich-jüdischer Dialog“ – das Thema dieser Tagung ist in der Tat dran.2 Ich möchte das Nachdenken darüber mit der Frage beginnen: Was ist das eigentlich: ein „Jubiläum“? Und wie sollte man es begehen? Heute versteht man darunter eine Erinnerungsfeier, man begeht feierlich die runde Wiederkehr eines wichtigen

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Pädagogische Reaktionen auf Antisemitismus

Pädagogische Reaktionen auf Antisemitismus

1. Dass Auschwitz sich nie wiederhole … Es war Theodor W. Adorno, der jenen Intentionen, die einer Erziehung und Bildung im Hinblick auf den Nationalsozialismus bis heute ihre bisher unübertroffene Artikulation gegeben hat. Ziel aller Pädagogik, so Adorno, müsse es sein, dass Auschwitz sich nicht wiederhole und: schon alleine die Forderung nach einer Begründung dieses

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