AG Juden und Christen

Die AG Juden und Christen beim Deutschen Evangelischen Kirchentag

Jüdisch-christlicher Think Tank seit 1961

Gegründet vor 55 Jahren, hat sich die AG Juden und Christen beim Deutschen Evangelischen Kirchentag zu einem bedeutenden Think Tank für jüdisch-christliche Gespräche in Deutschland entwickelt – auch über die Kirchentage hinaus durch wichtige Impulse in Theologie und Gesellschaft. Sie ist eine Platform, in der ihre jüdischen und christlichen Mitglieder an einem Dialog auf Augenhöhe arbeiten, und in der theologische wie gesellschaftspolitische Diskurse ihren Raum finden. Auf den Deutschen Evangelischen Kirchentagen gestaltet sie maßgeblich das Zentrum »Juden und Christen« mit verschiedensten Veranstaltungen, Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Lesungen und Ausstellungen.

Projekte

Aktuelle Projekte der AG Juden und Christen:
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Digitales Lehrhaus

Sammlung und Archivierung verschiedener Grundlagentexte, Arbeitshilfen und Erklärungen zum jüdisch-christlichen Dialog

AG Juden und Christen, © EPD

Reform der Reformation

Projekt zur Analyse der Curricula des Studiums der Evangelischen Theologie für Pfarramt und Lehramt in Bezug auf jüdische und/oder jüdisch-christliche Lehrinhalte

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Fragen und Antworten

Fragen und Antworten zum jüdisch-christlichen Verhältnis

Zentrum Juden und Christen, Kirchentag Berlin 2017

Kirchentag 2017 in Berlin-Wittenberg

Alle Veranstaltungen der AG Juden und Christen auf dem Kirchentag

Grußworte und Stimmen

über die AG Juden und Christen:

Josef Schuster © Thomas Lohnes, Zentralrat der Juden

Dr. Josef Schuster

»Als Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland unterstütze ich die intensive und produktive Auseinandersetzung der AG Juden und Christen auf dem Kirchentag mit den zentralen Fragen des jüdisch-christlichen Dialogs. Dazu gehört die Reflexion über die Geschichte des christlichen Antisemitismus bis hin zur Schoah, ebenso wie die Entwicklung von Neuansätzen des jüdisch-christlichen Verhältnisses. Verbindendes und Trennendes zwischen den Religionen gilt es hierbei zu reflektieren und somit eine Grundlage für eine zukunftsorientierte Zusammenarbeit zu schaffen.

Seit seiner Gründung fördert der Zentralrat der Juden die Beziehungen zwischen den Religionsgemeinschaften in Deutschland, die einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung und Weiterentwicklung der politischen Kultur leisten. Selbstbewusste Vertreter und Vertreterinnen der jüdischen Gemeinschaft wissen um die Vergangenheit, aber auch die Chancen, die sich in unserer demokratischen Gesellschaft eröffnen. Vor diesem Hintergrund ist der jüdisch-christliche Dialog immer auch Seismograph für gesellschaftliche Veränderungen und Gefährdungen. Möge die Arbeit der AG weiterhin die Verständigung zwischen Juden und Christen auf Augenhöhe fördern.«

Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, K.d.ö.R.

Ellen Ueberschaer © DEKT

Dr. Ellen Ueberschär

»Ein Spatenstich in satten grünen Grasboden, aber die Bodenschichten erweisen sich als Längsschnitt durch eine schmackhafte Torte: Nicht das, was Sie erwarten! – mit einer bildstarken Kampagne warb das Jüdische Museum Berlin vor einigen Jahren um Besucherinnen und Besucher. Nicht das, was Sie erwarten – so ist es auch mit dem jüdisch-christlichen Gespräch beim Deutschen Evangelischen Kirchentag: Überraschendes, Neues, bisher Unentdecktes findet sich in seinen Programmen, Themen und Debatten. Die Arbeitsgemeinschaft Juden und Christen beim Deutschen Evangelischen Kirchentag ist ein lebendiger Kreis von Menschen, der aus einer denkwürdigen Geschichte lebt. Auf dem Berliner Kirchentag 1961 zum ersten Mal mit einer Veranstaltung an die Öffentlichkeit getreten, gehört das Zentrum Juden und Christen heute zu den programmatischen Säulen des Kirchentages. Zwischenzeitlich fast zerrissen von unterschiedlichen Perspektiven auf politische Krisen, hat die Arbeitsgemeinschaft mit ihrem klaren theologischen und erinnerungspolitischen Kurs Kirchentage geprägt.
Das gemeinsame Interesse an Theologie, die streitbare Neugier auf die Meinungen Anderer, die Suche nach verantwortlichem Handeln und Sprechen in Kirche und Öffentlichkeit nach der Shoa und – eine große spirituelle Kraft halten diesen Kreis lebendig und kräftig. Leider musste er im Sommer 2016 den Verlust seiner Vorsitzenden verkraften. Aber die starke Ausstrahlungskraft bleibt. Und nun – eine eigene digitale Plattform, auf der vielleicht, nein sicher, nicht das zu lesen ist, was Sie erwarten, sondern viel mehr: Überraschendes, Neues, bisher Unentdecktes und Unausgesprochenes. Ich wünsche dieser neuen digitalen Heimatstatt der Arbeitsgemeinschaft viele neugierige Leserinnen Leser, die sich locken lassen zu unseren Kirchentagen, und sich von Angesicht zu Angesicht begegnen.«

Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages

Diskurse: Aktuelle Artikel und Hinweise

Aktuelle Artikel unserer Mitglieder und Hinweise rund um das jüdisch-christliche Gespräch und zeitgeschichtlichen Themen finden Sie hier:

Grundlagentexte zum jüdisch-christlichen Gespräch

Um Ihnen einen möglichst breiten Einblick in verschiedenen Diskurse rund um das jüdisch-christliche Gespräch bieten zu können, finden Sie hier verschiedene ›Grundlagentexte‹. Diese sollen zwar keinen ›Kanon‹ darstellen, aber doch in einzelne Diskursfelder der jüdisch-christlichen Beziehungen einführen:

Arbeitshilfen zum jüdisch-christlichen Dialog

Arbeitshilfen von verschiedenen Autor*innen und Projekten rund um das jüdisch-christliche Verhältnis können Sie hier einsehen und herunterladen:

AG

c/o Ev. Akademie zu Berlin
Charlottenstraße 53/54
10117 Berlin (Mitte)