Arbeitshilfe zum Israelsonntag 2018

Die Arbeitshilfe zum Israelsonntag 2018 der evangelischen Kirchen am 5. August 2018 ist mit lesenswerten Beiträgen u.a. von Jehoschua Ahrens, Jürgen Ebach und Walter Homolka erschienen. Herausgegeben wird sie von den Landeskirchen Hannover, Rheinland und Bayern sowie von BCJ.Bayern. Das PDF-Dokument  kann hier heruntergeladen werden:

 

Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser, wir freuen uns, dass wir Ihnen wieder eine umfangreiche Arbeitshilfe zum Israelsonntag vorlegen können. Sie enthält eine Auslegung von Prof. Dr. Jürgen Ebach im Hinblick auf eine Predigt. Er fordert, die fraglose Selbstverständlichkeit, mit der sich Christinnen und Christen mit Israel identifizieren, aufzugeben. „Erst wenn wir diese Lektürehaltung verlernen, vermögen wir zu lernen, eine wie große Rolle im Alten Testament die Völker spielen – gewiss auch als Gegner Israels, aber ebenso als weitere Adressatinnen und Adressaten dessen, was Israel und was in Israel gesagt ist.“

Hieran schließt sich die Auslegung von Rabbinerin Dr. Ulrike Offenberg an. Sie stellt jüdische Auslegungen vor und geht auf die Geschichte der Auslegung im Horizont christlicher-jüdischer Polemik ein. Dabei nimmt sie auch die der christlichen Perikope folgenden Zeilen, die das Strafgericht über Edom thematisieren, in den Blick. Dieser Zusammenhang ist wichtig, da in der jüdischen Tradition das Christentum mit Edom identifiziert wird. Abschließend geht Ulrike Offenberg auf Auseinandersetzungen um Jerusalem in der Gegenwart ein.

Adelheid Ruck-Schröder, Leiterin des Loccumer Predigerseminars, hat einen Gottesdienstentwurf mit einer Textcollage für vier Sprecherinnen und Sprecher und eine Lesepredigt beigesteuert.

Von Rabbiner Prof. Dr. Walter Homolka, dem Direktor des Abraham Geiger Kollegs in Berlin/ Potsdam, stammt der Text, der die Bedeutung Jerusalems als einem jüdischen Sehnsuchtsort anschaulich beschreibt. Rabbiner Jehoschua Ahrens weitet den Blick auf die Bedeutung des Landes Israel und den Staat Israel für Juden und Judentum.
Der Beitrag Doppelte Solidarität von Dr. Volker Haarmann beschreibt den Weg der EV. Kirche im Rheinland im Angesicht des politischen Konflikts in Israel und Palästina. Dieser Text steht exemplarisch für das Ringen um Solidarität mit Jüdinnen und Juden in Israel und Palästinenserinnen und Palästinensern und macht deutlich, wie schwer es ist, die Balance der doppelten Solidarität zu wahren.

 

Inhaltsverzeichnis

  • Gedicht: Jerusalem
    Rose Ausländer
  • Gedicht: Überall Jerusalem
    Nelly Sachs
  • „Schau, deine Rettung kommt!“ Eine Auslegung von Jesaja 62,6-12 mit Perspektiven einer christlichen Predigt
    Jürgen Ebach
  • Gedicht: Jerusalem ist ein sich drehendes Karussell
    Jehuda Amichai
  • Zwischen himmlischem und irdischem Jerusalem Eine jüdische Perspektive auf Jesaja 62,6-12
    Ulrike Offenberg
  • Gedicht: In Jerusalem gibt es immer Hoffnung zum Guten
    Jehuda Amichai
  • Ein liturgischer Entwurf mit Lesepredigt
    Adelheid Ruck-Schröder
  • Gedicht: Im Nebel
    Schalom Ben Chorin
  • Altstadt von Jerusalem – Ein Sehnsuchtsort für alle
    Walter Homolka
  • Gedicht: Himmel still und offen
    Tuvia Rübner
  • Die Zentralität des Landes Israel für das Judentum und der moderne Staat Israel
    Jehoschua Ahrens
  • Gedicht: Die Stadt treibt ein Versteckspiel in ihren Namen
    Jehuda Amichai
  • Doppelte Solidarität – Der Weg der Evangelischen Kirche im Rheinland angesichts des Konflikts in Israel und Palästina
    Volker Haarmann
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