
Leipzig. Zum dritten Mal wurde am 23. August der „Predigtpreis im christlich-jüdischen Kontext“ verliehen, den die „Arbeitsgemeinschaft jüdisch und christlich beim Deutschen Evangelischen Kirchentag“ in Kooperation mit der „Aktion Sühnezeichen / Friedensdienste“ und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ausgeschrieben hatte.
Gesucht wurde dieses Mal eine Predigt zum Advent 2025, der es auf herausragende Weise gelingt, christliche Hoffnung im Angesicht Israels zu formulieren. In dem von Prof. Alexander Deeg geleiteten Universitätsgottesdienst in der Universitätskirche St. Pauli in Leipzig stellten die beiden Preisträger, Dekanin i. R. Anne-Kathrin Kruse aus Berlin sowie der Schwetzinger Pfarrer Tobias Habicht, Auszüge aus ihren Predigten vor.

In seiner Laudatio im Anschluss würdigte der Dresdner Oberlandeskirchenrat Dr. Thilo Daniel die Preisträger und machte deutlich, dass es ihnen in ihren Predigten gelingt, „gemeinsam mit Gottes Volk eine Hoffnung zu teilen“ und so Wege des Miteinanders zu eröffnen.
Der Preis soll Anstrengungen zu einer sensiblen homiletischen Praxis stärken, die es vermeidet, das Christentum auf Kosten des Judentums zu idealisieren.
(Der Sonntag, 27. August 2026)
